Grundriss:

Entwurf:
Für den Baukörper wählte der Architekt eine lang
gestreckte, geschlossene Form, die sich stark an die
landwirtschaftlichen Nutzgebäude der Bebauung im Ortskern anlehnt.
Das Haus gliedert sich durch seine Gestalt harmonisch in sein Umfeld
ein.
Die Dachform, ein flach geneigtes Satteldach mit einem Kniestock von
etwa 2m und einem kanappen Dachüberstand, ist typisch für das
Altmühl-Jura-Gebiet.
Die Neigung des Daches ermöglicht den Einbau einer Galerieebene,
durch
die zusätzlicher Wohnraum für die siebenköpfige Familie
entstehen konnte.
Ein Windfang und ein Wintergarten wurden als einfache Baukörper an
das Hauptgebäude angefügt. Um sie deutlich als Anbauten
hervorzuheben, wurden sie im Kontrast zum Hauptgebäude mit
Faserzementplatten beziehungsweise mit Putz verkleidet.
Der Wintergarten dient der Wohnraumerweiterung im Erdgeschoß und
trägt zur Versorgung der innen liegenden Räume mit Tageslicht
bei, sodaß die Fassade des Haupthauses weitestgehend geschlossen
bleiben konnnte. Um jedoch die Einblicke aus der nahe liegenden
Nachbearbeitung einzuschränken, wurde die Längswand des
Wintergartens als massive Sichtbetonwand ausgeführt, die
Belichtung erfolgt durch die schmale Glasfront im Südosten.

Ökologie:
Durch aussenseitig montierte transparente
Wärmedämmelemente fungiert die Massivwand des Wintergartens
als Wärmespeicher und trägt phasenverschoben zur Temperierung
des Gebäudes bei. Hierdurch kann eine Reduzierung des
Heizwärmebedarfs erzielt werden.
Daneben leistet eine Regenwasserzisterne mit etwa 6000 Litern
Fassungsvermögen einen weiteren Beitrag zur Ökologie des
Hauses. Sie dient als Brauchwasserspeicher für Gartenwasser und
Toilettenspülung.
Material:
Um das Gebäude harmonisch in die Landschaft und die bestehende
Bebauung einzugliedern, entschied man sich für ortstypische
Baustoffe. Als Außenwandverkleidung wurde deshalb unbehandeltes
Lärchenholz in Form einer Bretter-Leisten-Schalung eingesetzt.
Je nach Bewitterung wird früher oder später eine silbergraue
Patina entstehen, die das Haus den landwirtschaftlichen
Nutzgebäuden der Umgebung angleicht.

Raumprogramm:
Im Erdgeschoss liegen der Wohnbereich und das Elternschlafzimmer. Der
Wohnbereich - Küche, Ess- und Wohnzimmer - wurde als ein offener
Raum konzipiert, der durch eine Galerie im Obergeschoss die gesamte
Höhe des Hauses ausnützt.
Die Deckenstützen und das als Block eingestellte
Küchenmobiliar teilen den Raum in verschiedene Zonen.
Das Obergeschoss nimmt die Zimmer für die fünf Kinder auf.
Durch die gewählte Dachform war es möglich, in alle
Kinderzimmer eine zweite Ebene als Schlaf- oder Spielgalerie
einzufügen.
Das Gebäude ist voll unterkellert.
Der Keller wurde als wasserundurchlässige Wanne in Stahlbeton
ausgeführt und nimmt alle Nebenräume auf.
Gebäudeerstellung:
Durch die Ausführung des Hauses in Holz Ständerbauweise
konnte eine sehr kurze Bauzeit eingehalten werden. Bis auf das Dach
wurde das Gebäude vollständig im Holzbaubetrieb (Holzbau
Weber) vorgefertigt.
Innerhalb von drei Tagen konnten die Wandelemente, einschliesslich der
Aussenschalung, vor Ort aufgestellt werden, wonach das Haus bereits
regendicht war.
Als Dämmstoffe für die Außenbauteile wurden
Zelluloseflocken und Holzfaserplatten eingesetzt.
Der Innenausbau erfolgte in Trockenbauweise und wurde
größtenteils in Eigenleistung ausgeführt.
Technische
Daten:
|
Grundstücksgröße:
|
890 qm. |
| Bebaute
Fläche: |
168 qm. |
| Wohnfläche: |
211 qm. |
| Zusätzliche
Nutzfläche: |
107 qm. |
| Planungsbeginn: |
01/97 |
| Baubeginn: |
07/97 |
| Fertigstellung: |
08/98 |
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